An einer Kreizung steht ein Wegweiser, der in zwei Richtungen zeigt. Auf dem Weg verlaufen zwei Gleise an dem Wegweiser entlang nach Links und Rechts.
Damit du dich auf deine Zukunft verlassen kannst.

Berufe mit Zukunft in unsicheren Zeiten

Ob Finanz-, Klima- oder Coronakrise – in schwierigen Zeiten stellen sich viele Arbeitnehmer*innen einmal mehr die Frage nach einem sicheren Arbeitsplatz und einem Beruf mit Zukunft. Welche Branchen erwarten noch Wachstum? Welche Trendjobs bieten echte Perspektiven? Bahner*innen wissen, warum sie sich beruflich keine Sorgen machen müssen.

Nach einer Auswertung von Daten der Bundesagentur für Arbeit durch die gemeinnützige Allianz pro Schiene gehören Lokführer*innen zu den begehrtesten Fachkräften in Deutschland. Denn die Mobilitätswende, ohne die ein erfolgreicher Klimaschutz nicht möglich ist, steht und fällt mit dem Personal in den Verkehrsberufen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat nachgerechnet, dass ÖPNV und SPNV bis 2030 bundesweit rund 110.000 neue Mitarbeiter*innen brauchen.

Schon gewusst?

Seit 2015 ist die Anzahl der beschäftigten Lokführer*innen in Deutschland kontinuierlich gestiegen – und auch in Zukunft wird der Bedarf nicht kleiner.

Bahner*innen werden gebraucht ...

Auch die Bahnen in NRW suchen engagierte Menschen für viele Berufe – zum Beispiel Kundenbetreuer*innen, Fahrdienstleiter*innen, Disponent*innen, Betriebsplaner*innen, Mitarbeiter*innen in den Werkstätten oder IT-Spezialist*innen. Und natürlich Lokführer*innen, wo allein 1.200 Arbeitsplätze bis 2025 neu zu besetzen sind. „Der Bedarf an Personal wächst und wird auch langfristig bestehen“, sagt Marcel Winter, Geschäftsführer von National Express, und ist sich ganz sicher: Ein Bahnberuf bietet Zukunftsperspektiven bis zur Rente.

... weil die Mobilitätswende weiter geht.

Daran hat auch die Coronakrise nichts geändert. Die Mobilitätswende bleibt trotzdem ein zentrales Thema und Mobilitätsforscher*innen sehen für den Verkehr auf der Schiene gute Chancen. Die Nahverkehrsbahnen müssen weiter rollen, selbst in Zeiten eines Lockdowns. „Es gibt ja auch viele Berufstätige, etwa in der Pflege oder im Einzelhandel, die nicht im Homeoffice arbeiten können“, weiß Lokführer Marc um die Systemrelevanz seines Berufs.

... weil eine Krise die Bahnen nicht ausbremst.

Mehr noch: Mitten in der Pandemie, als andere Branchen Standorte schließen und Personal entlassen mussten, haben die Bahnen in NRW vielen Menschen eine neue berufliche Heimat gegeben. Dazu gehört auch Michael, der nach 37 Jahren im Einzelhandel seinen Arbeitsplatz verlor und in die Bahnbranche wechselte. „Nach so einer langen Zeit in einem Berufszweig einen Neustart zu machen, entspricht momentan noch nicht der Norm und kostet Mut. Aber ich selbst bin Beweis dafür, dass es sich lohnt!“

Eine solche Erfahrung hat auch Markus gemacht, der bereits in der Wirtschaftskrise 2008 einen sicher geglaubten Job verlor: „Ich weiß, wie das ist, wenn etwas von außen dein Leben verändert, an dem du nichts ändern kannst und das du auch nicht selbst verschuldet hast. Ich kann nur jedem raten: Gib den Bahnen in NRW eine Chance – es könnte die ganz große sein!“ Markus hat seine berufliche Zukunft gefunden und sich nach seiner Umschulung zum Triebfahrzeugführer noch einmal als Lehr-Triebfahrzeugführer weiter qualifiziert.

... weil auch die Lebenserfahrung wichtig ist.

Einzige Altersgrenze für die Qualifizierung als Lokführer*in ist die Vollendung des 20. Lebensjahrs bei Abschluss der Ausbildung. Zukunftsperspektiven bei den Bahnen in NRW finden auch motivierte Bewerber*innen, die aus Kriegs- und Krisengebieten nach Deutschland geflüchtet sind, durch spezielle Ausbildungskurse. Und nicht zuletzt ist Frauenpower gefragt.

Lokführerinnen
Lokführer

... und weil Technik den Menschen nicht ersetzen kann.

Und was wird aus den Bahner*innen, wenn die Züge autonom fahren? Fahrerlose Schienenfahrzeuge sind längst keine Zukunftsvision mehr und der technische Fortschritt macht noch viel mehr möglich. Experten wie Professor Dr. Christian Schindler von der RWTH Aachen haben dazu eine klare Meinung: Die Berufsbilder werden sich verändern, die Bahner*innen werden bleiben. Der Einstieg bei den Bahnen in NRW bietet somit langfristige berufliche Perspektiven und darüber hinaus eine echte Chance, die Zukunft der Mobilität mitzugestalten.