Bahnen
Markus Pusch steht vor einem RRX-Fahrzeug

Deine Zukunft gehört dir: Bei den Bahnen in NRW

2008 hat Markus Pusch seinen Job im Finanzsektor verloren. Aber dann hat er richtig Karriere gemacht – und zwar nach seiner Umschulung zum Lokführer. Für die vielen Menschen, die sich in Zeiten von Corona um ihre berufliche Zukunft sorgen, hat er einen Rat: Gebt den Bahnen in NRW eine Chance – es könnte eure ganz große sein.

Und dann ist alles anders

Lehr-Triebfahrzeugführer Markus Pusch kennt die Erfahrung, einen sicher geglaubten Job zu verlieren. „Elf Jahre war ich in der Finanzbranche tätig“, erzählt er. Und dann kam die Wirtschaftskrise und für ihn änderte sich alles. Mit dem Jobverlust verschwinden nicht nur finanzielle Sicherheit oder angestrebte Ziele – auch kleine alltägliche Routinen, wie der Weg zur Arbeit oder die Mittagspause mit Kolleginnen und Kollegen sind nicht mehr da, erklärt Markus: „Man muss sich das so vorstellen, dass auch die gesamte feste Struktur des Alltags mit einem Mal anfängt zu wackeln."

Am Anfang sei er noch davon überzeugt gewesen, schnell wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Doch nach und nach wird für ihn klar: Seine berufliche Perspektive hat sich in eine Sackgasse entwickelt. „Ehrlich gesagt hätte ich nie gedacht, dass ich einmal zu den Personen zählen würde, die länger arbeitslos sind und von Arbeitslosengeld 2 leben müssen“, gesteht Markus. Warum auch? Er war qualifiziert, motiviert und engagiert. „Hier habe ich vorschnell geurteilt, denn ich war plötzlich selber an dem Punkt. Ich habe mich aus Leibeskräften beworben und über 200 Bewerbungen rausgeschickt. Ich musste mir sogar einmal den Kommentar anhören, dass ich mit 36 Jahren zu alt sei, um etwas Neues anzufangen. Wirklich kein schöner Moment.“

Gib den Bahnen in NRW eine Chance – es könnte deine ganz große sein

Sein Großvater war schließlich derjenige, der ihn zu einer Bewerbung bei den Bahnen in NRW bewegt hat. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich niedrige Erwartungen hatte“, erinnert sich der heutige Lokführer. „Rückblickend war das sicher einer der besten kleinen Momente, die im Leben so passieren. Und dieser Moment bleibt mir ewig in Erinnerung“, fügt Markus lachend hinzu. „Ich war und bin wohl bis heute der einzige, der bei dem Bildungsträger Kolping zum Vorstellungsgespräch im Nadelstreifenanzug aufgetaucht ist. Aber immerhin habe ich einen bleibenden Eindruck hinterlassen.“

Und dieser Eindruck hat sich gelohnt: Vorstellungsgespräch, Eignungstests und Ausbildung hat er gemeistert und in dem Eisenbahnverkehrsunternehmen bei National Express nicht nur einen verlässlichen Arbeitgeber, sondern einen neuen Karriereweg gefunden. Mittlerweile vermittelt er als Lehrlokführer anderen angehenden Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern sein Wissen. Sein Ziel: Mehr Menschen für ihren Weg auf den Schienen von NRW vorzubereiten. So kann auch er dazu beitragen, für viele Menschen neue Perspektiven zu schaffen. Und das kann er auch: Seine Auszubildenden schätzen die offene und ehrliche Art ihres Dozenten und haben ihm sogar ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht.

„Ich weiß wie das ist, wenn etwas von außen dein Leben verändert, an dem du nichts ändern kannst und das du auch nicht selbst verschuldet hast“, so Markus. „Ich kann nur jedem raten: Gib den Bahnen in NRW eine Chance – es könnte die ganz große sein!“

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